Guten Morgen Kyoto! Auf dem Weg zum Bahnhof sehe ich mich nochmal um und bin über meine Weiterreise glücklich. Kyoto hat viel zu bieten, keine Frage! Das haben allerdings viele, sehr, sehr viele Touristen auch gehört, welche diese Stadt besuchen. An vielen Touristen-Hotspots schaffen es nicht einmal mehr die Japaner selbst, gelassen, freundlich und höflich zu bleiben, sondern wirken gereizt und mutlos.
Ich habe viele Touristen gesehen, welche sich ebenfalls bemüht haben, auf die japanische Etikette zu achten und diese einzuhalten. Leider gab es aber in meinem Beobachtungsbereich zumindest doppelt so viele Touristen, welche dies nicht gemacht haben, die laut waren, gerannt sind, sich nicht verbeugt haben, keine Höflichkeit gezeigt haben.
Für mich geht es im Urlaub darum, ein Land mit seinen Bewohnern kennenzulernen und zusätzlich tolle Bauwerke zu sehen. Wenn ich auf die Bewohner nicht eingehe, kann ich auch nicht verstehen, wie es zu bestimmten Bauweisen oder Etikette kommen konnte – mir persönlich würde hier wahnsinnig viel Information und Gefühl für das Land abgehen.


Nara war Japans erste dauerhafte Hauptstadt um 700 – 800 n.Chr., beherbergt die ältesten Holzgebäude der Welt und ist bekannt für das Sika-Wild, welches frei in der ganzen Stadt herumläuft.











Als ich im Park auf das erste Wild getroffen bin, war ich ein bisschen verwundert, dass die Rehe und Hirsche oft vor den Besuchern den Kopf beugen. Im Laufe der Zeit habe ich dann Inder wie auch Japaner gesehen, welche sich aktiv vor den Tieren verbeugt haben – diese haben dann darauf reagiert! Cool! Warum sich die Menschen vor den Tieren verbeugen habe ich auch herausgefunden: das Wild wird als Botschafter der Götter angesehen (darf man psbly dann auch nicht essen 🙁 )









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