6. Tag: Wildes Nara

Guten Morgen Kyoto! Auf dem Weg zum Bahnhof sehe ich mich nochmal um und bin über meine Weiterreise glücklich. Kyoto hat viel zu bieten, keine Frage! Das haben allerdings viele, sehr, sehr viele Touristen auch gehört, welche diese Stadt besuchen. An vielen Touristen-Hotspots schaffen es nicht einmal mehr die Japaner selbst, gelassen, freundlich und höflich zu bleiben, sondern wirken gereizt und mutlos.

Ich habe viele Touristen gesehen, welche sich ebenfalls bemüht haben, auf die japanische Etikette zu achten und diese einzuhalten. Leider gab es aber in meinem Beobachtungsbereich zumindest doppelt so viele Touristen, welche dies nicht gemacht haben, die laut waren, gerannt sind, sich nicht verbeugt haben, keine Höflichkeit gezeigt haben.

Für mich geht es im Urlaub darum, ein Land mit seinen Bewohnern kennenzulernen und zusätzlich tolle Bauwerke zu sehen. Wenn ich auf die Bewohner nicht eingehe, kann ich auch nicht verstehen, wie es zu bestimmten Bauweisen oder Etikette kommen konnte – mir persönlich würde hier wahnsinnig viel Information und Gefühl für das Land abgehen.

Vom fancy Bahnhof Kyoto weg startet heute ein Ausflug nach Nara.

Nara war Japans erste dauerhafte Hauptstadt um 700 – 800 n.Chr., beherbergt die ältesten Holzgebäude der Welt und ist bekannt für das Sika-Wild, welches frei in der ganzen Stadt herumläuft.

Immer wieder fasziniert mich, wie liebevoll die Parks in Japan angelegt und gepflegt werden.
Vorsicht, Wildwechsel. Vorsicht, Wildwechsel. VORSICHT, WILDWECHSEL!
Bäume und Wild.
Schmeckt scheinbar gut. 😀
Awwww
Für mich ist Wild wild. Das bedeutet, für mich sind Rehe und Hirsche keine zahmen Streicheltiere, sondern wilde Waldtiere. Ich bin mir nicht sicher, ob ich für die allerdings auch ein wilder Mensch oder Mensch mit Futtertasche (eig Kameratasche) war. Wurde abgeschleckt.

Als ich im Park auf das erste Wild getroffen bin, war ich ein bisschen verwundert, dass die Rehe und Hirsche oft vor den Besuchern den Kopf beugen. Im Laufe der Zeit habe ich dann Inder wie auch Japaner gesehen, welche sich aktiv vor den Tieren verbeugt haben – diese haben dann darauf reagiert! Cool! Warum sich die Menschen vor den Tieren verbeugen habe ich auch herausgefunden: das Wild wird als Botschafter der Götter angesehen (darf man psbly dann auch nicht essen 🙁 )

Im Nara-Park: der Kasuga-Taisha 春日大社 Schrein.
Sowie auch der Kinryu Shrine 金龍神社 mit Reh.
Naramachi Tenjinsha Shrine 奈良町天神社
10 km in Nara.
Ein Lageplan.

Kommentare

2 Kommentare zu „6. Tag: Wildes Nara“

  1. Avatar von I and Y
    I and Y

    Wieder mal unglaublich tolle Fotos und Kommentare, bravo u danke!
    Stutzig machte mich jedoch, dass es so klingt als wärst du alleine unterwegs…Flo war eh dabei, gell?
    Der Reh-Tierpark ist ein Erlebnis!

    Das benehmen matches Touries tut weh, das kenn ich. Schon allein Erik
    Man ja auch einer ist!
    Now stay well and keep up the great reports❣️

    1. Na wer glaubst du macht die Fotos von mir 😉

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