Heute gehe ich einem bislang für mich ungelösten Rätsel nach: Warum sind die meisten Fenster in Japan mit Milchglas oder Lamellenelementen ausgestattet und wie bekommen die Bewohner der Häuser Licht?
In den Städten zieht sich die Bauweise der Fenster recht gleichbleibend durch: es werden entweder Milchglasfenster verbaut oder die Fensterflächen mit Shoji (Holzrahmen mit Reispapier), bzw. Lamellen aus Metall, Holz oder Bambus verkleidet. Das verursacht, dass am Abend nicht erkennbar ist, ob im Innenraum Licht brennt oder nicht, es aber im Gebäude selbst auch ganz schön dunkel ist.
Recherchieren bringt folgendes Ergebnis: Ursprünglich wurde in Japan nicht das grelle Licht, bzw. die absolute Sichtbarkeit als schön empfunden, sondern das Zusammenspiel verschiedener Schattennuancen und das Zusammenspiel von Licht und Dunkelheit. Ein Raum soll behaglich sein, wenn er im Dämmerlicht liegt.
In der Neuzeit wurden allerdings andere Aspekte relevanter als das Schummerlicht in den Gebäuden. Mit großer Arbeitslast und nach dem Krieg kamen Neonröhren und eher kaltes Licht in Mode. Engere Bauweisen haben sich eingebürgert und die Lamellen und Shojis wirken seitdem mehr als Sicht-, Schall-, und Wärmeschutz.




Beim heutigen Café hab ich geschafft, ausschließlich auf japanisch zu bestellen, zu kommunizieren und meine Wertschätzung auszudrücken! Yeah!



















Nachdem in Japan kein Trinkgeld gegeben werden darf, haben wir uns im Vorfeld unserer Reise dazu entschlossen, Mozartkugeln als Präsent mitzunehmen – diese wollen wir an besonders herzliche Gastgeber oder eben aufgeschlossene Personen verschenken. Heute hatten wir leider keine dabei – derartige Gespräche ergeben sich halt erst mit einer gewissen Eingewöhnungszeit. Vielleicht kommen wir morgen nochmal? 🙂

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