Konnichiwa in Gifu – heute werden wir wieder versuchen, eine Altstadt in Japan zu finden – diesmal in der Stadt Gifu.
Die Tori und Schreine schauen schon einmal vielversprechend aus. Nach einem Mittagessen mit Soba flüchten wir vor dem herannahenden Gewitter in ein Cafe, welches Warabi Mochi anbietet (Wackelpudding-Mochi). Mjam. Nach dem Gewitter geht es weiter in den nahegelegenen japanischen Garten… …mit wirklich coolem Darstellungen. Kurz Eichhörnchen streicheln 🙂 Hier sind wir in der Altstadt angekommen. Hier stehen wiederum viele erhaltene Häuser aus der Edo-Zeit. Schön, wirklich schön! Japanische Gärten finden sich in Innenhöfen. Mpf. Das Wetter ist nach dem Gewitter nicht wirklich besser geworden. Es nieselt. Laternen geben Auskunft über eine spezielle Tradition, welche in Gifu praktiziert wird… …sie hat mit brennenden Laternen und Kormoranen zu tun.
Die Kormoranfischerei (Ukai) am Nagaragawa – Fluss in Gifu ist eine 1300 Jahre alte Tradition, die von 11. Mai (vorgestern!) bis Oktober in der Nacht stattfindet. Fischer in traditioneller Kleidung nutzen gezähmte Kormorane, um Ayu-Süßfisch im Fackellicht zu fangen. Wow.
Der Ayu-Fisch ist ein sehr flinker Fisch, welcher nur sehr schwer von Hand gefangen werden kann. Deshalb nutzen die Fischer ihre abgerichteten Kormorane (sehr gute Taucher), um die Ayu zu fangen. Schnüre um den Hals der Kormorane verhindern, dass diese die Fische schlucken. Die Fischer zwingend die Vögel nach dem jagen dazu, die Ayus wieder auszuspucken.
Die Kormoran-Fischerei wird hier als Touristenevent zelebriert und somit auch mit tanzenden Geishas unterstützt.
Wir entschließen uns gegen eine Bootfahrt, weil wir gute Kameras mit Teleobjektiven haben und das Spektakel vom Ufer aus beobachten wollen.
Nach einem Feuerwerk im Nieselregen (bissi Pech mit dem Wetter haben wir heute)… …geht es los. Die Fischer sind bereit. Dampfende, brennende Fackeln sind an den Booten angebracht … …und an den Leinen sind die Kormorane zu sehen. Wenn die Kormorane nicht genug tauchen, werden sie mit Wasser angespritzt, um ihre Arbeit zu verrichten. Was für ein Spektakel. Ob das wohl tierfreundlich ist? Hier haben sich die Boote aufgestellt; dahinter ist am Berg die Burg Gifu zu sehen. Nach unserem spannenden Erlebnis kehren wir zum zweiten Mal infolge in Gifu in einem Rahmenlokal ein. Gestern schon haben uns die beiden Besitzer – Vater und Sohn – das Kormoran Fischen empfohlen, weshalb wir vorab ein wenig informiert waren, als wir am Kai auf die Kormoran – Fischer stießen.
Das Lokal war heute gut besucht und es wurde ein milchig weißes Getränk ausgeschenkt. Auf meine Nachfrage: „Kore wa nan desu ka?“ – Was ist das? konnten mir die anderen Gäste im Lokal erklären, dass dies ungefilterter Sake – Doburoku sei. Bestellt und gekostet ergibt sich so ein nettes Gespräch, in welchem wir unsere Mozartkugeln verteilen und uns mit Händen und Füßen unterhalten. Von den Besitzern bekommen wir nach dem Bezahlen noch eine Wegzehrung mit – Schweinsbraten mit Doburoku. So cute!
Und wieder ein interessanter Bericht ,hoffentlich gehen euch die Mozartkugeln nicht zu schnell aus,wichtig für Sprachbarrieren…😂
Weiterhin alles Gute und LG aus dem verregneten Seekirchen 💕
Schreibe einen Kommentar