9. Tag: Wakayama – Rainy Day

Diesen Tag starten wir im japanischen Garten unserer Unterkunft – liebevoll eingerichtet mit Kunstrasen, mitten zwischen den Häuserschluchten. Süß!

Beim einräumen unserer Schuhe haben wir so unsere Probleme mit der Größe. (man beachte die perfekt passenden japanischen Schuhe). 🙂
Es beginnt zu nieseln, wir flüchten uns in ein Ramen – Lokal und ein Kaffeehaus.

Trotz dem Wetter entscheiden wir uns für den Tagesausflug nach Wakayama.

Dort angekommen regnet es. So richtig. Die ganze Zeit. Aber der Regenponcho hält trocken 🙂 japanische Fotomoves: kann ich!
Nass, aber lustig 😛
Wir besucht die Burg, außer uns ist niemand da. Praktisch 😀
Einmal in eine andere Rolle schlüpfen 😀
Und das Beste aus dem Regen machen!
Komplett durchnässt (bei den Füßen) mache ich die letzten Fotos für heute.

Das war’s mit Wakayama. Es gibt die Burg, den Park rundherum und das war’s. Keine Altstadt, keine alten Häuser. Warum ist das so?

Es gibt ein paar Gründe, warum in den japanischen Städten kaum alte Häuser zu finden sind. Einerseits ist das Klima nicht sehr zuträglich für das lange Bestehen für Holzhäuser – feucht-subtropisch ist nicht so ideal für Holzhäuser. Zudem bauen die Japaner eher Rahmen- und Skelettkonstruktionen, welche besser Erdbeben standhalten, aber nicht so widerstandsfähig gegen Wettereinflüsse sind.

Dadurch, dass im 2. Weltkrieg sehr viele Altstädte aus Holz mit Brandbomben komplett zerstört wurden, ist hier auch der Bezug zum alten Stadtkern verloren gegangen und es wurden keine Denkmalschutzgesetze, welche Straßenzüge schützen sollen, erlassen. Das Eigentumsrecht des Einzelnen steht über dem Kulturerhaltungsgesetz = jeder darf selbst entscheiden, wie er sein Haus (um-)baut.

Andererseits wurden sehr strenge Vorschriften zwecks Erdbebensicherheit vorgeschrieben, die auch nicht mehr mit alten Häusern erfüllbar sind – möchte man also sein Haus renovieren, müsste man das ganze Haus auf die aktuellen Vorgaben zur Erdbebenstabilität ertüchtigen.

Insgesamt ist es deshalb sehr schwer, Stadtkerne zu finden, bzw für Japaner alte Strukturen zu erhalten. Die Häuser hier werden demnach auf 30 Jahre Nutzungszeit ausgelegt und die Meisten Häuser nach dieser Zeit abgerissen und neu gebaut (!). Das kennen wir aus Österreich anders, ist aber sehr spannend, den Unterschied herauszufinden!

Also geht’s wieder nach Hause! Hier erwartet uns ein liebevolles Paket mit Nachricht, Blümchen und frischen Handtüchern von unserem Host. AWWW. Das können wir auch – und hinterlassen am nächsten Tag wiederum eine Botschaft mit 2 unserer Mozartkugeln.

Die Mozartkugeln haben wir in Wien am Flughafen noch besorgt, weil in Japan kein Trinkgeld gegeben werden darf. Weil die österreichische Kultur inklusive Mozart in Japan sehr bekannt ist und auch sehr gut ankommt, wollten wir mit einem Geschenk aus „dem Land der Musik“ unsere Wertschätzung ausdrücken können. 🙂

10 km heute in Wakayama.

Kommentare

2 Kommentare zu „9. Tag: Wakayama – Rainy Day“

  1. Tolle Bilder wie sowieso täglich, danke, wünsche der Geisha mit ihrer lieben Begleitung weiterhin alles Gute und viel Neues ,LG Anni

  2. Avatar von I and Y
    I and Y

    I’d just loooove to stroll around in the rain🪷amazing how you get all your info about several buildings!!!
    Die Gesicht-ins-Loch Bilder sind auch perfektioniert,super! Love all that Green behind your Ponchopic.
    Btw: pls bring some rain with you, we need it urgent! Bussinge

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