Konnichiwa im Westen Japans, Region Fukuoka! Heute geht’s auf Erkundungstour in Kitakyushu, einer weltoffenen Hafenstadt.
Zuerst einmal allerdings ein mittlerweile bei mir sehr beliebte Mittagessen im Cafe: unendlich viele Schälchen und Kostproben, warm und kalt, mit einer Schüssel Reis. Hmmm. Schwierig sind in diesen Cafés, in welchen oft im 1. Stock gegessen wird, die 60° geneigten Stufen, die außerdem viel zu klein sind für meine großen Füße. Ich muss da immer quer zum Stiegenlauf runter. 🙂 Wie gestern schon bemerkt, stehen hier sehr westlich angehauchte Gebäude. Große Fenster, hohe Bauweise, Kuppeln und Ziegel. Ich kann nicht anders, als das schön zu finden, wahrscheinlich nicht ganz unvoreingenommen, weil ich solche Gebäude um mich einfach kenne und gewöhnt bin. Das Behördengebäude des Zollamtes finde ich allerdings sogar schlimmer als die Finanzamtsgebäude in Österreich. 😉Die Kammon-Brücke (関門橋, Kammon-kyō) verbindet die beiden Stadtteile Shimonoseki und Kitakyushu. Sie zählt zu den 40 größten Hängebrücken der Welt. <3Am Hafenmarkt werde ich unerwartet fündig und eine ganz liebenswerte Japanerin freut sich fast die Haxen aus, als ich ihr einen Hut abkaufe und ihn gleich aufsetze. Sie spricht kein Englisch, allerdings bringt sie ein „pretty“ raus. Awwwww, danke!
Wir finden am Handwerksmarkt außerdem einen Bäcker, welcher ganz besonderes Brot anbietet: Sauerteigbrot! Hier verwendet man allerdings keinen 08/15 Sauerteig, dieser wird aus ausgewählten Hefesorten aus einer Sake-Brauerei mit Holzfässern aus speziellen Holzsorten angesetzt. Da ist nichts mit Mehl anrühren und 24 Stunden offen stehen lassen. 🙂 Endlich wieder mal Schwarzbrot!
Diese beiden Europäer sind in Kitakyushu eine Attraktion. Wir sind riesig, und so wie uns Kinder und auch manchmal auch Erwachsene anstarren, hab ich das Gefühl, einen Mensch gewordenen Märchenriesen zu verkörpern.
Auf Englisch werden wir von den Marktstandlern gefragt, woher wir kommen und ob wir Japan bereisen. So gut konnten wir uns kaum irgendwo in Japan mit Menschen verständigen. Die Leute hier sind auch ein wenig offener, trauen sich, auf uns zuzugehen und Fragen zu stellen.
Unerwartet startet über dem Hafen ein Feuerwerk im Sonnenuntergang. Wir versuchen schnell, aber ohne zu laufen (macht man in Japan ja nicht), zum Schauplatz zu gelangen; Kamera perfekt einstellen geht sich nicht mehr aus. Trotzdem schön!
Zum Abendessen finde ich eine Braustube, bei welcher wir das Bier probieren wollen. Überraschenderweise werden uns hier zum ausgezeichneten Bier westliche Speisen serviert, unter anderem Fish and Chips, Caesar Salat (ja, Salat – eine Rarität!) und Garnelen in Knoblauchöl. Alles sehr gut – und eine nette Abwechslung zu Ramen, Soba und anderen Nudeln oder Reis. Hach.
Sonnenuntergang! Bissi kalt is am Meer. So beautiful! Bahnhof MojikoSehr europäisch nachempfunden! 7 km heute.
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